Corporate Social Responsibility
CSR umfasst u.a. die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung von Unternehmen gegenüber dem Markt, der Gesellschaft und Umwelt, den Arbeitnehmern und Zulieferern. Gute CSR-Maßnahmen fördern die Reputation eines Unternehmens und somit seinen Erfolg. In der aktuellen Diskussion gewinnt das Thema der Unternehmensethik zunehmend an Bedeutung.
Dies wird ersichtlich, wenn man die Kritik der Bevölkerung an strittigen Unternehmensmaßnahmen wie Massenentlassungen, Steuerhinterziehung, unpopuläre Geschäftsfelder, dubiose Geschäftspartner, moralisch fragwürdige Belohnungen für erfolgreiche Angestellte etc. betrachtet. Ist der Ruf erst einmal angeschlagen, wird es schwieriger, Neukunden zu gewinnen und überzeugen. Obwohl die Erzielung von Gewinnen prinzipiell wünschenswert ist, wird eine Übersteigerte Gier nach Gewinn und Effizienz von den Stakeholdern bestraft.
Die Frage ist, wie die Gewinne erzielt werden. Resultieren sie aus umweltschonenden oder –schädlichen Tätigkeiten? werden die Mitarbeiter gut behandelt oder ausgebeutet? Auch ein Existenzgründer sollte darauf achten, bezüglich seiner Unternehmensführung ein nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln und geeignete CSR-Maßnahmen zu ergreifen. Natürlich erfordern diese Investitionen bzw. Kosten und erscheinen kurzfristig unattraktiv. Geschickte CSR-Maßnahmen wirken langfristig jedoch so stark reputationsfördernd, dass die Ausgaben nicht nur kompensiert, sondern sogar zu Gewinnen werden.
Am besten lässt sich der Nutzen von angewandter CSR mit einer simplen Frage veranschaulichen: Besteht die Wahl zwischen zwei identischen und gleichteuren Produkten, von denen eines umweltfreundlicher produziert wurde als das andere, entscheidet sich ein Individuum in aller Regel für das umweltfreundlichere und wird dem entsprechenden Anbieter in Zukunf treu bleiben. Ich selber halte sporadisch Vorträge zum Thema CSR. Zuletzt im Rahmen einer “Fast Forward-Veranstaltung” der Wirtschaftsförderung Münster am 06.09.2011.
Rechtsformwahl
Grundlegende Entscheidung zu Beginn einer Gründung ist die Wahl der Rechtsform. Diese muss nicht endgültig festgelegt sein, sondern kann – wenn erforderlich – angepasst werden kann. Im Wesentlichen werden die Rechtsformen in die Personen- und die Kapitalgesellschaften eingeteilt.
Personengesellschaften sind z.B. die GbR, OHG, KG oder das Einzelunternehmen. Kapitalgesellschaften sind u.a. die GmbH, AG, UG oder die KGaA. Es lassen sich jedoch auch noch Mischformen finden wie: GmbH & Co. KG, GmbH & Co. KGaA, GmbH & Co. OHG, die Elemente beider Rechtsformentypen aufweisen.
Der Entscheidungsprozess ist komplex, da zahlreiche Kriterien beachtet werden müssen: Verträge, Gründungskapital, Gründeranzahl, Gesellschaftsorgane, Haftung, Stimmrechte, Gewinn- und Verlustbeteiligung, Rechtspersönlichkeit, Publizitätspflichten, Steuern, Übertragbarkeit bzw. Kauf und Verkauf von Anteilen und Ausscheiden von Gesellschaftern.
Für die Entscheidung bedarf es dementsprechend einer individuellen Prüfung aller Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen, um diejenige zu identifizieren, die optimal zum jeweiligen Vorhaben passt. Die populärsten Rechtsform sind also nicht gleichzeitig die besten.
Steuern
Auch der Staat ist an ihrem unternehmerischen Erfolg interessiert, denn wenn Sie erfolgreich sind, kurbeln Sie die Wirtschaft an, machen die Region interessanter, bringen Arbeitsplätze und schlussendlich Steuereinnahmen. Ihr eigenes Anliegen ist es, dem Fiskus möglichst wenig von Ihrem Gewinn abzugeben. Daher ist es Ihr Ziel, ihre Steuerzahlungen zu minimieren. Die voraussichtlichen Steuerzahlungen sollten bei Ihren Planungen dementsprechend nicht vernachlässigt werden. Vor der Geschäftstätigkeit ist also eingehend zu prüfen, welche Steuern anfallen.
Es gibt eine Vielzahl von Steuern, die für Sie als Unternehmer von Relevanz sein könnten: Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer etc. Das Steueraufkommen erhalten neben dem Staat auch die Länder und Gemeinden. Häufig gibt es Freibeträge bzw. Freigrenzen, die die Steuerlast evtl. verringern. Da die Steuergesetze jedoch sehr komplex sind, empfiehlt sich eine frühzeitige und qualifizierte Beratung. Meist finden sich Möglichkeiten, um die Steuerlast mit legalen Mitteln zu verringern.
Die Kundenkommunikation
Ist die USP (unique selling proposition) entwickelt und der Preis festgelegt, muss das Alleinstellungsmerkmal kommuniziert werden, damit der Kunde sich ein Bild vom Produkt machen kann. Es gilt, zu entscheiden, in welchem Medium geworben wird, wie häufig dies geschehen soll und was die Werbeaktionen kosten dürfen. Die teure Anzeige in einer beliebten Zeitung kann weniger Kunden einbringen als das gezielte Verteilen von Flyern, wenn die Zielgruppe aus Teenagern besteht, die tendenziell keine Zeitung lesen. Daher ist die Erfassung der Zielgruppe von entscheidender Bedeutung.
Bei der Planung des Werbebudgets werden häufig die Prozent-vom-Umsatz-Regel oder die Prozent-vom-Gewinn-Regel angewendet, die eine leichte, verständliche Berechnung ermöglichen. Sie bergen jedoch auch Gefahren. Die Budgetierung impliziert, dass das Werbebudget in erfolgreichen Jahren hoch und in weniger erfolgreichen Jahren gering ist, so dass in weniger erfolgreichen Jahren auch weniger geworben wird. Dadurch verschlechtern sich die Chancen auf Erfolg jedoch weiter und es kann zu einer Negativ-Spirale kommen, der zu Entrinnen schwierig ist.
Festlegung des Preises
Sind Stärken und Nutzen eines Produktes geklärt, gilt es, den Preis festzusetzen. In diese Entscheidung sollten auch die Preise vergleichbarer Konkurrenzprodukte einbezogen werden, was aber nicht impliziert, dass sich das eigene Produkt nicht auch zu einem höhren Preis vertreiben lässt. Entscheidend ist, dass das Produkt sich durch den USP (unique selling proposition) von anderen abhebt.
Wird festgestellt, dass das Produkt sich nicht von den Produkten der Konkurrenz unterscheidet, kann durch einen günstigeren Preis überzeugt werden. Allerdings weisen ältere Betriebe in der Regel Produktionsvorteile auf, haben einen festen Kundenstamm und genießen besondere Lieferantenkonditionen, so dass es nicht einfach ist, den Preis der Konkurrenten zu unterbieten. Die Umsätze können aber auch durch andere Preisstrategien beeinflusst werden. Viele Unternehmer setzen den Preis eines Produktes fest, indem sie schlicht und einfach einen Aufschlag auf die jeweiligen Produktions- oder Beschaffungskosten aufschlagen. Problematisch an dieser Methode ist, dass der Preis keine externen Gegebenheiten (Preise der Konkurrenten, Zahlungsbereitschaft der Kunden) berücksichtigt. Sinnvoller ist das sog. Targetcosting. Fallen die Gewinne zu gering aus, sieht diese Methode keinen Gewinnaufschlag vor, sondern eine Kostenreduktion.
Die Abgrenzung des relevanten Marktes
Vor dem Eintritt in einen Markt gilt es, die dortige Situation genau zu analysieren, denn es ist von entscheidender Bedeutung, die Wettbewerber zu kennen. Vorab sollte geklärt werden, inwieweit sich das eigene Produkt von den Produkten der Konkurrenten abhebt bzw. unterscheidet. In der Regel wird hier vom sog. USP (Unique Selling Proposition), dem „einzigartigen Verkaufsversprechen“ oder dem „Alleinstellungsmerkmal“ gesprochen.
Sie sollten sich folgende Fragen stellen: Was ist der Nutzen meines Produktes? Inwieweit wird dieser Nutzen schon durch die Produkte meiner Wettbewerber abgedeckt? Wodurch unterscheidet sich mein Produkt von diesen? Gerade die Marktabgrenzung ist oft nicht so trivial, wie inuitiv angenommen.
Das liegt daran, dass der Markt häufig zu eng eingegrenzt wird. Sollten Sie eine Massage-Tätigkeit ausüben wollen, dann sollten nicht nur andere Masseure, sondern auch Physiotherapeuten, Homöopathen etc. in das Kalkül einbezogen werden.
Mikrofinanzierung – nicht nur für Entwicklungsländer
Das größte Hemmnis einer Gründung ist die Finanzierung. Viele Banken sind nicht bereit, Kleinkredite an Unternehmen zu vergeben, weshalb Gründungsvorhaben häufig nicht realisiert werden können. Mit der Mikrofinanzierung gibt es nun aber doch eine Möglichkeit, Kredite mit einem Volumen von bis zu 25.000 € zu erhalten.
Mikrokredite sind bisher in erster Linie aus dem Bereich Entwicklungshilfe bekannt, wo sie dazu eingesetzt werden, um Menschen den Aufbau einer eigenen Existenz zu ermöglichen – und somit den Ausweg aus der Armut. Die Idee der Vergabe von Kleinstkrediten an Menschen in Entwicklungsländern geht zurück auf Muhammad Yunus, der 1976 in Bangladesch erstmals ein Programm in dieser Art durchführte. Yunus und die aus seinem Projekt entstandene Grameen Bank erhielten im Jahre 2006 den Friedensnobelpreis.
Mittlerweile wird auch hier in Deutschland das Thema der Mikrofinanzierung immer populärer. Wie eingangs erläutert, haben Unternehmer mit einem vergleichsweise geringen Finanzierungsbedarf oft Probleme die notwendigen Mittel zu erhalten. Diesem Strukturproblem soll entgegengewirkt werden. Angeschlossen an zwei Bundesministerien sind diverse Mikrofinanzierer akkreditiert, um den angehenden Existenzgründern schneller und unkomplizierter die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung zu stellen.
Erfolgsgeschichte aus dem Existenzgründungsbüro
Jedes Jahr veröffentlich das Beratungsprogramm Wirtschaft des Landes Nordrhein Westfalen einen Förderbericht. In diesem werden die Inanspruchnahme, die Wirkung und der Nutzen des Förderprogramms für Gründer dargelegt.
So flossen im Jahr 2009 Fördermittel in Höhe von rund 326.589 € in das Münsterland für insgesamt 295 Beratungen, wodurch die Region an der Spitze der NRW Förderung steht. Dort wurden 163 Beratungen für Neugründungen, 27 für Betriebsübernahmen, sowie 105 Zirkelberatungen genutzt.
In einer abschließenden Darstellung von praktischen Beratungsfällen wurde unter dem Titel Erfolgsgeschichten auch die Gründung von Stefan Rehn aufgeführt, der durch das Existenzgründungsbüro Münster beraten wurde. Die auf der Bereitstellung einer breitbandig hoch verfügbaren IP-Plattform basierende Geschäftsidee wurde, im Rahmen einer geförderten Gründungsberatung, in Zusammenarbeit mit dem Existenzgründungsbüro Münster realisiert. Trotz der sich zunächst als schwierig erweisenden Finanzierung, hat sich die 2009 gegründete 23Media GmbH etabliert und bereits den Break-Even-Point überschritten. Mit der Spezialisierung auf das Hosting von Streamingangeboten, konnte sich das Unternehmen als Fachanbieter positionieren und so steht auch weiterem Wachstum nichts im Wege.
Gründerzirkel – Mehrwert durch Austausch
Sie haben eine gute Geschäftsidee, die Sie gerne verwirklichen möchten? Jede Gründung stellt in Abhängigkeit der Branche spezielle Anforderungen an den Gründer. Wir unterstützen Sie in unserem Gründerzirkel dabei, den ersten Schritt zu machen.
Existenzgründer werden auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit mit vielen Fragen konfrontiert:
Welche Art der Unternehmensgründung wäre optimal?
Wie viel Kapital wird benötigt und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Welche fachlichen Qualifikationen sind erforderlich?
In unserem Gründerzirkel geben wir Antworten auf alle wichtigen Fragen und thematisieren auch die Herausforderungen und Risiken, welche einen Existenzgründer erwarten. Gemeinsam analysieren wir Ihre Idee und Wettbewerbssituation, besprechen Möglichkeiten des Marketings und legen betriebswirtschaftliche Grundlagen im Bezug auf Steuern und Buchhaltung. Außerdem werden wir uns mit der Tragfähigkeitsanalyse Ihrer Geschäftsidee auseinandersetzen, sowie auch die rechtlichen Verhältnisse in den Blick nehmen.
Der Gründerzirkel besteht in der Regel aus vier bis fünf angehenden Gründern. Durch gemeinsamen Austausch und auch kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Vorhaben, entsteht eine produktive Dynamik die eine Bereicherung für alle Beteiligten darstellt.
Gründerzirkel
Kleingründerinnen und –gründern fällt es häufig schwer die ersten Schritte in die Selbstständigkeit zu meistern. Es gilt viele Herausforderungen sowohl vor der Gründung als auch in den ersten Monaten danach erfolgreich zu begegnen. Es werden unter anderem Kredite benötigt, die Homepage muss entworfen werden, Kontakte zu Lieferanten und vor allem zu Kunden geknüpft werden. Außerdem müssen sich Gründerinnen und Gründer, falls noch nicht vorhanden, zumindest ein gewisses Maß an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen aneignen. Da liegt es auf der Hand, dass fachkundige Beratung gefragt ist. Doch die ist für Kleingründerinnen und –gründer häufig zu teuer.
Um kompetente Gründungsberatung auch Kleingründungen zu ermöglichen gibt es bei uns im Existenzgründungsbüro Münster mit dem Gründerzirkel ein speziell ausgerichtetes Beratungsprogramm.